Starkbier

 

Als Starkbier bezeichnet man Biere bei denen der Anteil der Stammwürze bei mindestens 16% liegt. Diese Biere haben somit einen Alkoholgehalt von 6,5% oder höher und einen vollmundigeren Geschmack. Die genaue Brauart spielt für diese Bezeichnung keine Rolle. Sowohl untergärige, als auch obergärige Biere können Starkbiere sein, wenn sie den entsprechend hohen Zusatz der Stammwürze vorweisen können. So fallen unter diesen Begriff zum Teil sehr dunkle Biere, aber eben auch einige Weizen. Jedes Starkbier bringt dementsprechend neben dem hohen Alkoholgehalt und dem „starken“ Geschmack die Vorzüge der jeweiligen Brauart mit sich.

Starkbiere sind unter anderen das Stout und das IPA. Vor allem im deutschen Sprachraum bezeichnet man diese Biere auch als Bockbier. Das bekannteste unter ihnen ist das Paulaner. Aber auch das Salvator (von Paulaner), ein sogenannter Doppelbock mit einem Stammwürzeanteil von mehr als 18%.

Je höher der Alkoholgehalt, desto außergewöhnlicher die Herstellungsart, denn der Brauprozess eines Bieres macht einen so hohen Volumenanteil nicht leicht. Herausragende Starkbiere produzieren also nur die besten Bierbrauereien und das zum Teil unter kreativen Bedingungen. Um einen extremhohen Alkoholgehalt zu erreichen (höher als 40%) muss man sich eines besonderen Verfahrens bedienen. Dabei friert man das produzierte Bier fast vollständig ein, um ein Konzentrat zu erzeugen. Diese Biere heißen dann Eisbock.

In Bayern ist das Starkbier Tradition und wird oft ab März verstärkt getrunken. Einst haben Mönche die Tradition ins Leben gerufen, da das Bier tatsächlich einen relativ hohen Nährwert hat und es während der Fastenzeit kein Verbot auf Flüssiges gab. Ein Bier konnte also durchaus durch die lange Fastenzeit helfen.

Neben den Bayern sind auch die Niedersachsen für ihr Starkbier bekannt. Auch sie brauen schon lange das starke Bier, weil es eine gute Haltbarkeit hat und relativ einfach in die Ferne verkauft werden konnte. Auch heute noch kommen einige der besten Sorten aus dem Norden Deutschlands.