IPA

 

Das India Pale Ale – abgekürzt IPA – ist eines der bekanntesten Biere der Craftbeer Szene und hat, egal von welchem Hersteller, eine sehr deutliche Hopfennote und einen höheren Alkoholgehalt. Das Bier kommt ursprünglich aus England und angeblich – so die weit verbreitete Legende – wurde es vor knapp 200-300 Jahren von britischen Bierbrauern für die Landsleute und Soldaten in der fernen indischen Kolonie produziert. Da der Transportweg nach Asien lang ist, erhöhte man den Alkoholgehalt, um das Bier möglichst haltbar zu machen. Eine zweite Versicherung dagegen in Indian anzulanden und den Männern verdorbenes Bier aushändigen zu müssen, war die doppelte Menge Hopfen. Auch diese trägt zur Haltbarkeit bei. Soviel zur Namensgebung des illustren Bieres.

Damit erklärt sich aber nicht, wie ein Exportbier ein solcher Hit unter den Craftbeer-Brauern werden konnte. Schauen wir uns das Bier mal genauer an.

Durch die doppelte Menge Hopfen ist das IPA ein vollmundiges, obergäriges Bier. Der Geschmack ist malzig und intensiv. Der durchschnittliche Alkoholgehalt liegt bei 6-7%. Die Farbe ist goldgelb und das Bier hat eine leichten Schaumkrone und einen eher mittelmäßigem Kohlensäuregehalt.

Nach dem Erfolg in Übersee, war das IPA schnell auch auf der britischen Insel beliebt. Dort hieß es  oft nur Pale Ale und ist noch heute weit verbreitet. Spezialisten haben eine große Auswahl und als Biertrinker sollte man sich auf den genauen Zubereitungsprozess konzentrieren. Die Menge des zugegebenen Hopfens und der Zeitpunkt (zum Teil noch einmal im Kaltbereich) spielen eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Geschmacks.

US-amerikanische Bierbrauer haben aus dem IPA ein Bier gemacht, das im Alkoholgehalt noch etwas höher liegt. Durch eine zusätzliche Menge Hopfen erreichen amerikanische IPA schnell 9% und werden dann als „Imperial IPA“ oder als „Double“ oder „Triple IPA“ bezeichnet. Letzterer Name ergibt sich aus der Menge des Hopfens.